Stefan wollte seinem Freund mit einer Ausgabe von lebenslust nur eine kleine Inspiration für den nächsten Städtetripp geben. Doch ein ganz anderer Artikel wurde zum Anstoß für ein tiefes Gespräch über Schuld, echte Vergebung und den Glauben an einen liebevollen und vergebenden Gott.
Mein guter Freund Anton kam nach der Arbeit zu mir nach Hause: wir tranken eine Flasche Wein und hatten den üblichen Austausch über unsere Jobs, unser Leben unter einem Dach mit pubertierenden Teenagern und unsere nur mittelmäßig erfolgreiche Altherrenmannschaft. Wir kennen uns schon ewig und versuchen uns wenigstens einmal im Monat zu treffen, was mittlerweile dank zeitintensiver Jobs und Familienprogramm gar nicht so einfach ist.
Irgendwann erzählte Anton, dass er mit seiner Frau bald einen Städtetrip in den Norden plant, aber sie noch nicht wissen, wohin es gehen soll. Da fiel mir die neue lebenslust ein, die bei mir auf dem Küchentisch lag. Darin war ein kurzer Beitrag über die Stadt Oldenburg. „Nimm sie einfach mit“, empfahl ich ihm, „vielleicht bekommt ihr eine Idee.“
Mehr war da nicht. Kein großer Gedanke, ganz sicher keine evangelistische Absicht (das ist so gar nicht meine Art). Nur eine spontane Idee.
Zwei Wochen später rief mich Anton an. Seine Stimme war anders als sonst. Er erzählte, er hätte den Artikel über Oldenburg gelesen, aber hängen geblieben sei er an einem anderen Text: „Verurteilt und doch frei“ – die Geschichte von Heiko Bauder, der bei der Bundeswehr einen Kameraden tödlich verletzt hat und lernen musste, mit dieser Schuld zu leben.
Und plötzlich erzählte mir Anton Dinge, die er sonst nie anspricht. Dass er selbst seit Jahren eine Schuld mit sich herumträgt. Wie sehr ihm das zu schaffen macht und wie unglaublich er es findet, wie der Bundeswehrsoldat es geschafft hat, sich selbst zu vergeben. Dieser Artikel hat etwas in ihm angestoßen.
Wir telefonierten an dem Abend noch lange. Wir redeten nicht mehr über Reisepläne oder Fußball, sondern über Glauben, über das, was man nicht rückgängig machen kann – und darüber, was es trotzdem heißt, weiterzugehen. Wir haben schon öfter mal über meinen Glauben geredet. Doch an diesem Abend war es anders: Der Artikel zum Thema Schuld und Vergebung aus der lebenslust war wie ein Türöffner. Anton hatte für sich erkannt, dass Vergebung wirklich möglich war - und dass der Glaube an Jesus dabei eine Rolle spielt. Nicht als schnelle Lösung, sondern als Möglichkeit, neu anzufangen.
Ich hätte nie gedacht, dass ein Artikel in einem Magazin so etwas auslösen kann. Seitdem lasse ich eine Ausgabe immer auf unserem Esstisch liegen - falls jemand zu Besuch kommt und mal wieder eine Idee für einen Städtetripp braucht. Manchmal ist ja anscheinen genau das der Anfang.
lebenslust erzählt Geschichten mitten aus dem Leben und thematisiert dabei immer wieder, welche Rolle der Glauben an Gott darin spielen kann.
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