Krankenhauszimmer mit zwei Betten

Mein Sprinkle-Moment im Krankenhaus

"Also stellte ich mich ans Fußende ihres Bettes und fing an für sie zu beten, wie es mir einfach in den Sinn kam, ohne lange zu überlegen."
Wilma Tabel

Wilma kam mit heftigen Bauchschmerzen ins Krankenhaus und wurde hier zu einem echten Segen für ihre Zimmernachbarin. Sie erzählt uns von ihrem Sprinkle-Moment:

Vor einigen Jahren wurde ich wieder einmal mit Verdacht auf Darmverschluss als Notfall ins nahegelegene Klinikum eingeliefert. Weit nach Mitternacht kam ich auf eine Station und ins Bett. Am nächsten Morgen lernte ich meine Bettnachbarin, eine junge Frau, kennen. Sie erzählte mir, dass sie eine Gehirnblutung erlitten hatte und schon einige Wochen in einer Spezialklinik war. Seit einer Woche lag sie nun in dieser Klinik. In ihrem Gehirn war immer noch ein Blutgerinnsel vorhanden, das täglich durch ein CT überwacht wurde.

Das Zimmer und den Glauben teilen

Jeden Morgen las ich wie gewohnt in den Losungen und dann die Bibelverse in meiner Bibel nach. Nach ein paar Tagen fragte sie mich, was ich denn da immer lese. Ich erklärte ihr, was ich da las, darauf bat sie mich, ob ich das nicht laut vorlese möchte, es würde sie interessieren. Von da an las ich ihr jeden Morgen die Losungen und die Bibelworte vor. Sie fing an Fragen zu stellen und wir unterhielten uns über Gott, sein Wort und den Glauben.

Eines Nachts war meine Bettnachbarin sehr unruhig und klagte über Schwindel und Übelkeit. Sie konnte nicht gehen und das Bad aufsuchen. Die Krankenpflegerin kam nach dem Notruf rasch ins Zimmer und rief sofort nach dem diensthabenden Arzt. Er gab der Patientin etwas gegen die Übelkeit und die Schmerzen und verordnete strikte Bettruhe. Mehrmals in der Nacht sah der Arzt nach ihr. Am Morgen kam schon vor dem Frühstück die Visite und die Ärzte überlegten was zu tun wäre. Sie ordneten sofort eine CT-Aufnahme an, um beurteilen zu können, ob das Blutgerinnsel gewandert sei oder eine neue Gehirnblutung vorlag. Die Lage war sehr ernst. Auch ich war sehr betroffen. Im Stillen betete ich für sie.

Ein spontanes Gebet

Als die Ärzte das Zimmer verlassen hatte, sagte sie nach einer Weile: „Sie haben es gut, Sie können in so einer Lage zu Gott beten. Ich kann das nicht, so lange wollte ich nichts mehr mit Gott zu tun haben, so dass ich ihm jetzt total egal bin und außerdem weiß ich gar nicht, wie beten geht.“

Im ersten Moment war ich sprachlos, dann sagte ich spontan: „Ich kann ja für sie beten, wenn sie das wollen. Überlegen sie es sich.“ Sofort bat sie um ein Gebet. Also stellte ich mich ans Fußende ihres Bettes und fing an für sie zu beten, wie es mir einfach in den Sinn kam, ohne lange zu überlegen. Ich sprach ihr noch einen Segen zu, da wurde sie schon zum CT abgeholt.

Fast drei Stunden war sie weg und ich befürchtete schon Schlimmes. Plötzlich war Lärm auf dem Flur und ich hörte ihre freudige aufgeregte Stimme:

„Das Blutgerinnsel ist weg! Meine Nachbarin hat für mich gebetet und jetzt ist das Blutgerinnsel weg!“

Sie erzählte mir dann, dass die Ärzte es nicht fassen konnten, dass das Blutgerinnsel nicht mehr da war. Jeden Morgen war es immer in gleicher Größe und an der gleichen Stelle zu sehen gewesen. Dreimal haben sie noch Aufnahmen von ihrem Gehirn gemacht, einmal mit Kontrastmittelgabe. Das Ergebnis war immer das Gleiche, das Blutgerinnsel war weg!

Eine Zukunft mit Jesus!

Meine Nachbarin war so voller Freude und neuer Hoffnung, sie strahlte regelrecht. Dann sagte sie mir, jetzt wisse sie, dass Jesus sie liebt, weil ich gebetet hatte, dass Jesus ihr zeigen sollte, wie sehr er sie liebt und er ihr seine Liebe spürbar erfahren lassen sollte. Mir war gar nicht mehr bewusst, dass ich so gebetet hatte. Jedem Besucher erzählte sie davon. Voller Freude, Hoffnung und neuer Energie plante sie ihr Leben umzugestalten.  Sie wollte in Zukunft ihr Leben mit Jesus gehen. Ich gab ihr noch Adressen für Glaubenskurse in einer Gemeinde.

Nach zwei Tagen durfte ich nach Hause gehen, ohne Bauchschmerzen und beflügelt von diesem schönen Sprinkle-Moment.

"Also stellte ich mich ans Fußende ihres Bettes und fing an für sie zu beten, wie es mir einfach in den Sinn kam, ohne lange zu überlegen."
Wilma Tabel

Lasst uns Gott für Möglichkeiten wie diese danken!

Habt ihr auch schon einmal einen Sprinkle-Moment erlebt? Einen Moment, in dem es euch leicht fiel über den Glauben zu sprechen, wo ihr für jemanden beten konntet oder ihr dabei wart, als jemand zum allerersten Mal von Gottes Liebe berührt wurde?