Claudio, Anna, Liidia und Anastasiia im Garten

Paar nimmt Geflüchtete auf - und zeigt so Gottes Liebe

Überlegt mal: Wie könnt ihr Geflüchteten aus der Ukraine ganz praktisch helfen?

Ganz egal, ob ihr Kleidung sammelt, Geld spendet, bei Behördengängen helft oder auch jemanden bei euch zu Hause aufnehmt, erzählt uns gerne von euren Aktionen und Sprinkle-Momenten!

 

Dieser Artikel erschien übrigens in LebensLauf, dem christlichen Magazin für die zweite Lebenshälfte.

Es geht nicht darum, große Worte zu machen, sondern die Liebe, die wir von Gott bekommen haben, weiterzugeben.
Claudio
Claudio

Anna und Claudio aus Herborn haben zwei Frauen aufgenommen, die aus Odessa geflohen sind.

Immer mehr Ukrainerinnen und Ukrainer sind auf der Flucht. Anna und Claudio wollten nicht nur spenden, sondern auch ganz praktisch helfen. Deshalb meldeten sie sich bei der Koordinationsstelle von Bund FeG, Auslands- und Katastrophenhilfe und Allianz-Mission – und erklärten sich bereit, Flüchtende aufzunehmen. „Das ging dann von einem Abend auf den nächsten“, erinnert sich Claudio.

Familienanschluss

Seit Anfang März leben nun Liidia und ihre Tochter Anastasiia im Haus der fünfköpfigen Familie. Die beiden stammen aus der Nähe von Odessa. Am Morgen des 24. Februar waren sie von einem lauten Knall geweckt worden. „Es gab dann überall Lärm und Geschrei“, berichtet Anna. „Menschen riefen, dass der Krieg begonnen hat. Panik brach aus. Wohin? Was macht man?“ Auch bei einer Freundin Lidiias waren sie nicht sicher. Sie verbrachten dort acht Tage im Keller, bevor sie über Moldawien nach Rumänien flohen.

Dort wurden sie von Anna und Claudio eingeladen, mit nach Deutschland zu kommen. „Es war am Anfang schon ein seltsames Gefühl“, räumt Claudio ein. „Man weiß ja nicht, worauf man sich einlässt.“ Für Lidiia und Anastasia galt das natürlich umso mehr: „Sie werden in einem fremden Land, mit einer Sprache, die sie nicht sprechen, bei Menschen abgeladen, die sie nicht kennen. Es ist wichtig, ihnen zu zeigen: ,Ihr seid willkommen!‘“ Etwas leichter fällt das Anna, da sie Russisch spricht. „Ich binde sie in die täglichen Aufgaben ein, will ihnen das Gefühl geben, dass sie bei uns zu Hause sind. Die Kinder lieben sie, sie verstehen sich auch ohne Worte!“ Und dann gibt es ja auch noch die Übersetzungshilfen auf dem Smartphone.

Glaube wird lebendig

Motivation für Annas und Claudios Hilfe ist ihr christlicher Glaube. Und das kommt offensichtlich auch bei ihren Gästen an. Die staunen immer wieder darüber, dass ihnen gerade von Christinnen und Christen so oft geholfen wird. Sie sind schon bald mit in den Gottesdienst gekommen und haben sich außerdem die Serie „The Chosen“ angesehen, in der geschildert wird, wie Jesus das Leben der Menschen verändert – auf Russisch. „Sie sind so bewegt, haben so viele Fragen“, erzählt Anna. „Worauf muss ich denn noch warten?“, fragte Anastasiia. „Ich will ein Leben mit Jesus führen.“ Ende März hat sie sich in einer Freien evangelischen Gemeinde taufen lassen.

Lidiia und Anastasiia waren auch dabei, als es in den Osterferien zum Urlaub nach Belgien ging. Jetzt suchen sie nach einer Wohnung für Mutter und Tochter aus der Ukraine. „Es freut uns, dass wir ein bisschen dazu beitragen können, zu zeigen, dass Glaube lebendig ist.“ Und Claudio ergänzt: „Es geht nicht darum, große Worte zu machen, sondern die Liebe, die wir von Gott bekommen haben, weiterzugeben.“

Es geht nicht darum, große Worte zu machen, sondern die Liebe, die wir von Gott bekommen haben, weiterzugeben.
Claudio
Claudio

Überlegt mal: Wie könnt ihr Geflüchteten aus der Ukraine ganz praktisch helfen?

Ganz egal, ob ihr Kleidung sammelt, Geld spendet, bei Behördengängen helft oder auch jemanden bei euch zu Hause aufnehmt, erzählt uns gerne von euren Aktionen und Sprinkle-Momenten!

 

Dieser Artikel erschien übrigens in LebensLauf, dem christlichen Magazin für die zweite Lebenshälfte.