Katze im Korb

Evangelium (nicht) für die Katz

Marco Benkert geht seit 4 Jahren regelmäßig auf die Straße, um das Evangelium zu verkünden. An einem Nachmittag trifft er zwei Kinder mit einem Kinderwagen.

Es ist Freitagnachmittag an einem mäßig warmen Herbsttag. Für mich die beste Zeit der Woche. Warum? Ganz einfach. Wir treffen uns jeden Freitagnachmittag zum Outreach und gehen in Zweier-Teams „spazieren“.

Manuela und ich bilden ein Team und bahnen uns einen Weg Richtung Donauufer. Wir hoffen, dort auf einige Leute zu treffen, denen wir das Evangelium erzählen können. Auf dem Weg dorthin sehen wir aus einiger Ferne einen Jungen und ein Mädchen mit einem Kinderwagen. Schon etwas ungewöhnlich, so junge Menschen mit einem Kinderwagen, denken wir und steuern auf die beiden zu.

Der Funke springt über

„Hat Euch schon mal jemand gesagt, dass Gott Euch liebt?“ ist unser Einstieg. Schnell ist der Funke übergesprungen und es ergibt sich ein vertrauensvolles Gespräch mit Maggie (12) und Lazar (12). Der Kinderwagen ist mit Regenverdeck geschlossen und ich kann nicht richtig hineinschauen. „Ist das da drin Euer Geschwisterchen?“ frage ich interessiert. Die beiden können sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „In gewisser Weise“ sagt Lazar grinsend, „das ist unsere Katze“. Oh Mann, wie crazy ist das denn? Zwei Kinder, die eine Katze durch die Gegend chauffieren. Irgendwie besonders süß.

Die frohe Botschaft

Maggie und Lazar sind schon seit dem Kindergarten befreundet und gehen zusammen mit ihrer Katze spazieren. Es ist wie Liebe auf den ersten Blick. Ich würde die beiden am liebsten sofort adoptieren und mit nach Hause nehmen. So feine „Kinder“, die so wunderbar miteinander umgehen und so offen sind. Mit den beiden zu sprechen und aus ihrem Leben zu hören, erwärmt meine Seele. Wir erzählen ihnen nach und nach die frohe Botschaft von Jesus Christus.

Beide entscheiden sich, Jesus als Herrn und Retter in ihr Leben zu lassen. Es ist uns eine große Ehre mit den beiden zusammen ein Übergabegebet sprechen zu dürfen und für sie zu beten. Besonders Maggie hat noch viele Fragen zu Engeln, Dämonen und anderen Dingen, die ihr unter den Nägeln brennen.
Nach einiger Zeit reißen wir uns schweren Herzens von den beiden los.

Ein paar Wochen später trifft Manuela Maggie mit ihrer Mutter. Beide möchten gerne mal die City Church besuchen. Danke, Jesus, für diese wertvolle und wunderschöne Begegnung.

Wann macht ihr euren nächsten Outreach-Spaziergang?

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