Sophie erlebt immer wieder in ihrem Umfeld, wie Menschen Vorbehalte über Gott und Glauben haben. Doch sie will nicht aufgeben und hat für sich drei Wege entdeckt, an einer Familie dranzubleiben, in der der Glaube keinen Platz hat.
Wenn man in der christlichen Bubble unterwegs ist, bemerkt man es kaum: Da sind Gottesdienstbesuche, christliche Jugend-Events oder Treffen mit den Royal Rangers völlig normal. Doch manche Menschen haben es wirklich schwer, mehr über Gott zu erfahren. Und dabei denke ich nicht (nur) an Menschen, die in Ländern aufwachsen, in denen jemand wegen seines Glaubens verfolgt wird.
Wenn man in einer Familie aufwächst, in der Kirche und Gott keine Rolle spielen oder das Thema Glaube sogar unerwünscht ist, gibt es keine automatischen Berührungspunkte. Ganz im Gegenteil: Gerade Kinder und Teenager sind sehr von der Einstellung ihrer Eltern abhängig.
Das erlebe ich selbst auf schmerzliche Weise in meinem Freundeskreis. Und ich suche immer wieder nach Möglichkeiten, wenigstens die eine oder andere Tür aufzustoßen.
Eine schmerzhafte Erfahrung machte ich erst neulich wieder an einem Sonntag am Frühstückstisch. Meine Tochter hatte ihre Freundin über Nacht zu Besuch und wir aßen noch zusammen, bevor wir zum Gottesdienst gehen wollten. „Ich würde so gerne mitkommen“, sagte die Freundin meiner Tochter enttäuscht. „Aber meine Eltern wollen, dass ich nach Hause komme.“
Unser jüngster Sohn bohrte nach und verstand das Problem überhaupt nicht. Ich musste in dem Moment um passende Worte ringen. Ich wollte ihre Eltern nicht für ihre Entscheidung kritisieren, und gleichzeitig tat es mir so leid, dass ein Kind nicht die Möglichkeit bekommt, in einem Gottesdienst Gott selbst zu erleben und kennenzulernen.
Die Eltern der Freundin haben selbst in ihrer eigenen Familie schlechte Erfahrungen mit Christsein gemacht. Diese Verletzungen sitzen tief. Mit Argumenten komme ich dagegen nicht an, das weiß ich seit Jahren.
Darum bete ich immer wieder für Heilung und offene Gespräche. Und ich nutze die Möglichkeiten, die ich habe, um diesem Kind und der gesamten Famile etwas von dem Gott weiterzugeben, der es so gut mit ihnen meint.
Die Entscheidung der Eltern kann ich nicht ändern. Was ich tun kann, tue ich seit Jahren: Ich bleibe an der Familie dran. Wir laden sie regelmäßig ein, damit Beziehung wachsen kann. Bisher sind die Gespräche über Gott eher holprig. Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sie irgendwann Früchte tragen.
Und ob sie es wollen oder nicht: Ich lade sie immer wieder zu besonderen Veranstaltungen unserer Gemeinde ein, sei es ein Konzert oder Vortrag, eine Ladies Lounge oder ein Sommerfest. Ich möchte, dass sie sich willkommen fühlen. Und tatsächlich: Beim letzten Männerwandern war der Vater dabei. Für meinen Mann und mich war das eine echte Gebetserhörung.
Jedes Jahr verschenke ich an die Freundin meiner Tochter und ihren kleinen Bruder einen Kalender mit christlichen Impulsen. Die Eltern tolerieren das, vielleicht, weil sie es einfach unhöflich fänden, dieses Geschenk abzulehnen. Ich freue mich, dass ich damit einen kleinen Samen säen kann, und vertraue Gott, dass er daraus etwas machen kann.
Und ein bisschen scheint der Samen bereits zu sprießen. Vor einigen Wochen erzählte meine Tochter, dass ihre Freundin ihr Mathebuch verschönert hat: mit einem ausgeschnittenen Bibelvers aus dem Kalender, den wir ihr geschenkt hatten.
Das ermutigt mich, dran zu bleiben. Und weiter danach Ausschau zu halten, wie und wo ich zum Glauben einladen kann.
Sophie ist Mutter von 2 Kindern und lebt mit ihrer Familie in Süddeutschland.
Auch ihr wollt Menschen in eurem Umfeld erreichen und ihnen Glaubensimpulse weitergeben? Dann verwandelt mit den liebevoll gestalteten Wandkalendern für Kinder, Teens und Erwachsene freie Wandflächen in Ermutigungen und Glaubensimpulse, die jeden Monat neu begeistern.
Evangelisation ist nicht schwierig - erhaltet regelmäßig Ideen und Inspiration, die euch beim Glauben säen unterstützen!