Karin ist 43 Jahre alt und arbeitet als Lehrerin an einer Realschule. Sie postet eigentlich nicht viel in ihrem WhatsApp-Status. Höchstens mal die Einladung zum Tag der offenen Tür an ihrer Schule. Doch diesen Advent hat sie ein Experiment gestartet - und ist umso überraschter, wie viel Resonanz das ausgelöst hat.
Auf die evangelistischen Statusmeldungen von Sprinkle bin ich eher zufällig gestoßen. Eine Freundin hatte zu Halloween mehrere dieser Meldungen in ihrem Status geteilt. Das ist mir aufgefallen – nicht aufdringlich und irgendwie wohltuend anders als die vielen Statusmeldungen, die ich sonst so in meinem Umfeld sehe. Und ich habe gemerkt: Da bleibt bei mir was hängen und begleitet mich durch den Tag.
Als der Advent näherkam, dachte ich: Warum probiere ich das nicht auch mal aus?
Seit dem 1. Dezember teile ich nun jeden Tag eine evangelistische Statusmeldung von Sprinkle in meinem WhatsApp-Status. Meistens ein kurzes Video, manchmal einen Bibelvers oder einen Gedanke zu Weihnachten. Mehr nicht.
Ich bin ohne große Erwartungen gestartet. Ich poste sonst ja eigentlich nie etwas – und hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass das überhaupt jemand wahrnimmt. Doch schon nach ein paar Tagen wurde ich überrascht.
Bereits nach wenigen Tagen schrieb mir ein Freund, den ich noch von meinem Studium her kenne, mit dem ich aber kaum noch Kontakt habe. Er hat mit Glauben bisher kaum Berührungspunkte. Umso überraschter war ich, dass er mir erzählte, wie gut ihm diese kurzen Impulse tun – und dass er sich inzwischen jeden Tag richtig auf die neue Statusmeldung freut.
Das hat mich tief berührt. Nicht, weil ich etwas „richtig gemacht“ hätte, sondern weil mir klar wurde, dass Gott einfach jede Gelegenheit nutzen kann, um Menschen zu erreichen.
Mich wundert es ja ehrlicherweise manchmal, was die Menschen in meinem Umfeld alles so in ihrem Status teilen. Aber es ist ihnen eben wichtig von ihrem gekochten Essen oder ihrem letzten Besuch in Fitnessstudio zu berichten. Und mir ist Gott wichtig. Und dass die Menschen etwas von ihm und seiner Liebe erfahren. Darum bin ich ein echter Freund von dieser Art der Kommunikation geworden.
Niemand fühlt sich von einer Statusmeldung bedrängt, niemand muss reagieren – und trotzdem lesen viele mit. Gerade Menschen, die nie in einen Gottesdienst kommen würden, stolpern hier ganz nebenbei über christliche Hoffnung, Ermutigung und Wahrheit.
Im Umfeld meiner Gemeinde spreche ich gerne über meinen Glauben. Da weiß ich auch, dass es die Menschen interessiert. In der Schule ist das zum Beispiel anders. Mit meinen Kolleginnen und Kollegen spreche ich nur selten über meinen Glauben. Ich erzähle zwar, dass ich am Sonntag in den Gottesdienst gehe, aber einen Bibelvers teile ich nur selten. Da bin ich sehr zurückhaltend und zögere oft - aus Unsicherheit oder weil ich denke, dass das doch niemanden interessiert.
Dieses Jahr habe ich gemerkt, dass das nicht stimmen muss. Für mich ist der WhatsApp-Status zu einem Ort geworden, an dem ich meinen Glauben teilen kann, ohne ihn erklären oder verteidigen zu müssen. Einfach, weil er mir wichtig ist.
Evangelisation ist nicht schwierig - erhaltet regelmäßig Ideen und Inspiration, die euch beim Glauben säen unterstützen!