Theke mit Bierglas

Kneipenkirche: Glauben und Gemeinschaft erlebbar machen

Die Kneipenkirche ist ein überraschend einfaches, aber äußerst wirkungsvolles Konzept: Eine Kirche verwandelt sich für einige Abende in eine offene, einladende Kneipe – so entsteht ein Raum, in dem Kirche anders erfahrbar wird: alltagsnah, gesellig und spirituell zugleich.

Von der Idee zur ersten Umsetzung

Erstmals wurde die Kneipenkirche 2023 in Landringhausen durchgeführt – einem ländlich geprägten Ort mit rund 1000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Nachdem die letzte traditionsreiche Gastwirtschaft während der Coronapandemie geschlossen hatte, fehlte dem Dorf ein zentrales Lokal für Begegnung und Austausch. Genau hier setzte die Idee der Kneipenkirche an.

Die Vision

Während eines Besuchs in Magdeburg hatten die Initiatorinnen und Initiatoren gesehen, wie kreativ und vielfältig die vielen Kirchen in der Stadt genutzt wurden: Restaurants, Museen und andere kulturelle Einrichtungen waren in den Gebäuden anzutreffen. Mit Blick auf die Situation im eigenen Ort entwickelten sich drei Ziele.

  1. Es sollte ein Ort entstehen, an dem Menschen sich treffen, austauschen und gesellig miteinander feiern können.
  2. Die Menschen vor Ort sollten aktiv eingebunden werden und mitgestalten können.
  3. Die Kneipenkirche wollte einen Raum schaffen, in dem Menschen ihre Kirche anders erleben – als offenen Ort, der zum Tanzen, Feiern, Zuhören, Nachdenken und Staunen einlädt.

Diese Vision wurde Wirklichkeit. Mit Konzerten, Karaoke, Quizabenden und einem Familiennachmittag wurde die Landringhäuser Dorfkirche für einige Wochen zum lebendigen Treffpunkt des ganzen Ortes.

Neuauflage 2024: Die Kneipenkirche in Wunstorf

Der Erfolg von 2023 sprach sich schnell herum. 2024 wurde das Konzept in der Corvinuskirche in Wunstorf aufgegriffen und weiterentwickelt. Vier Wochen lang wurde auch dort die Kirche am Wochenende zur Kneipe.

Die Hans-Lilje-Stiftung unterstützte das Projekt finanziell und machte ein vielfältiges Programm möglich: Konzerte, Vorträge, Flohmärkte, Quizabende und sogar Public Viewings der Fußball-EM.

Die Resonanz war so groß, dass zusätzliche Abende angeboten wurden. Die Kirche wurde zu einem Begegnungsraum, in dem Gemeinschaft, Kultur und Spiritualität selbstverständlich nebeneinander stehen konnten.

Es geht weiter

Seit Sommer 2024 findet die Kneipenkirche in Wunstorf fortlaufend statt. Mindestens einmal im Monat öffnet die Kirche ihre Theke und lädt zu wechselnden Veranstaltungen ein. Ob Konzert, wissenschaftlicher Vortrag oder einfach ein Abend mit guten Gesprächen – die Kneipenkirche bleibt ein offener Raum für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft.

Nachmachen erwünscht

Die Erfahrungen in Landringhausen und Wunstorf zeigen deutlich: Die Kneipenkirche funktioniert – gerade dort, wo Menschen sich nach Begegnung sehnen.

Probiert das Konzept in eurer eigenen Gemeinde aus! Mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Bereitschaft, Kirche einmal anders zu denken, kann auch bei euch ein wunderbarer Raum entstehen, der Menschen zusammenbringt, begeistert und bewegt.

Anknüpfungspunkte für Evangelisation

Wir haben euch noch ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr in einer Kneipenkirche kreativ den Glauben sichtbar machen und ins Gespräch bringen könnt. So dass es nicht nur ein Raum für Begegnung miteinander, sondern besonders auch mit Gott wird.

  1. Bierdeckel mit evangelistischer Botschaft, Fragen zum Nachdenken
  2. engagiert christliche Künstlerinnen und Künstler, die durch ihre Texte Gottes Botschaft weitergeben
  3. hängt Bilder oder Plakate auf, die zum Nachdenken über Gott einladen
  4. gestaltet eine Leseecke mit Bibeln, christlichen Zeitschriften und Büchern
  5. verteilt auf den Tischen Einladungen zu euren Gottesdiensten
  6. stellt eine Gebetsbox auf, wo Gäste anonym Gebetsanliegen einwerfen können
  7. gebt den Gästen beim Bezahlen nicht nur das Rückgeld, sondern eine Segenskarte zurück
  8. veranstaltet einen Filmabend mit The Chosen

Habt Mut, Kirche neu zu denken – startet eure eigene Kneipenkirche!

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