Zug am Bahnsteig

Darf Gott euren Alltag unterbrechen?

„Aber dann gibt es diese Sprinkle-Momente, wo Hoffnung versprüht wird und alle anderen Momente, wo man davor abgelehnt wurde werden komplett irrelevant.“
Lisa Strohmaier

Kennt ihr die Situation, wenn ein Zug vor eurer Nase davonfährt und ihr eine halbe Stunde auf den nächsten Zug warten müsst? Manchmal sind solche Momente kein Zufall. Lisa hat erlebt, wie Gott diese Situation verwendet hat, um durch sie zu sprechen.

Als ich mich gerade darüber geärgert habe, dass ich den Zug verpasst habe, ging mir plötzlich eine Frau entgegen und fragte mich, wann der nächste Zug nach Düsseldorf kommt. Sie ist in den falschen Zug eingestiegen und jetzt ganz wo anders gelandet. Ich sagte ihr, dass ich es leider selbst nicht weiß. Sie ist auf den gegenüberliegenden Bahnsteig gegangen und ich bin mit meinem Buch auf demselben Bahnsteig geblieben. Ich dachte, das ist das Ende der Geschichte. Ich habe mich schon darauf gefreut, die Zeit zu nutzen und mein Buch zu lesen, aber plötzlich spürte ich ein starkes Drängen mit dieser Frau zu reden. Ich wusste, dass Gott diese Frau durch mich berühren will. Ich habe diese Situationen schon oft erlebt, wo man vor der Frage steht: „Rede ich mit ihr und riskiere es komische Blicke zu ernten oder bin ich still?“

Raus aus der Comfort Zone

In diesen Momenten starte ich dann einen innerlichen Dialog mit Jesus, wo ich ihn frage, wie er einem bestimmten Menschen jetzt begegnen möchte. In diesem Moment hatte ich keinen Eindruck, aber ich machte trotzdem meinen Mund auf und fragte sie, ob ich rüberkommen und ihr Gesellschaft leisten darf. Sie war sichtlich sehr überrascht, aber sagte: „Klar, wenn du das möchtest.“ So wechsle ich meinen Bahnsteig und beginne mit ihr zu reden und sie kennenzulernen.

Oft brauchen Menschen einfach jemanden, der echtes Interesse zeigt und zuhört. Während dem Gespräch merke ich, dass sie an einem Auge schielt. Ich frage vorsichtig, wie lange dies schon der Fall ist. Sie erzählt mir, dass das schon seit Jahren so sei und keine Besserung in Sicht ist.

Die Kraft des Gebets

Als ich sie frage, ob ich für sie beten darf, war sie fast noch mehr überrascht als über die Frage, ob ich ihr Gesellschaft leisten darf. Ich durfte für sie beten und wir haben beide nach dem Gebet eine Besserung gemerkt, obwohl das Auge noch nicht komplett geheilt wurde. Sie hat gemeint, was für sie fast noch besonderer war als die Besserung des Auges war die Wärme, die sie während des Gebetes spürte.

Sie war davon so begeistert, dass wir gleich auch für ihre Schwester gebetet haben. Ihre Schwester ist im Rollstuhl in einem Altersheim und ihr geht es sehr schlecht. So haben wir ebenfalls für ihre Schwester gebetet und sie war sichtlich sehr berührt von den Gebeten. In dem Moment als ihr Zug kam, haben wir uns umarmt und sie hat mit Tränen in ihren Augen gesagt: „Ich habe noch nie so ein liebes Mädchen kennen gelernt. Danke, dass du zu mir gekommen bist.“ Ich habe ihr gesagt, dass mich die Liebe Gottes zu ihr gezogen hat und sie hat sich den Namen der Kirche aufgeschrieben, die ich ihr vorgeschlagen habe und gemeint, sie möchte dort hingehen, wenn der Glaube dort genauso gelebt wird.

Wie entscheidet ihr euch?

Es gab schon Momente, da habe ich mich überwunden Menschen anzusprechen und ich - oder besser gesagt Jesus in mir - wurde abgelehnt. Es gab auch Momente, da habe ich mich nicht getraut. Aber dann gibt es diese Sprinkle-Momente, wo Hoffnung versprüht wird und alle anderen Momente, wo man davor abgelehnt wurde werden komplett irrelevant. Man weiß, man hat dank Jesus wirklich einen Unterschied in dem Leben eines anderen Menschen bewirkt.

 

Lasst euren Alltag von Gott unterbrechen - er hat etwas mit euch vor!

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